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Wie bei Grundschullehrern wird auch die Mehrheit der Lehrer an weiterführenden Schulen in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. Lehrer an weiterführenden Schulen sind oft mit schwierigen Unterrichtssituationen konfrontiert. Auch ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind begrenzt, da es an den weiterführenden Schulen weniger Management- und Koordinationsstellen gibt. Anders sieht es bei den Berufsschullehrern aus: Sie gehören in der Regel der Gehaltsgruppe A13 an und haben tendenziell mehr Chancen, eine Führungsposition zu übernehmen und damit mehr Geld zu verdienen. Verbände und Gewerkschaften arbeiten daher daran, die Gehälter der Lehrer an allen Schularten in A13 zusammenzuführen. In Schleswig-Holstein haben sie bereits erste Fortschritte gemacht: Bewirbt sich ein Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen um eine Arbeit, werden sie in die Gehaltsgruppe A12 eingeteilt. In Schleswig-Holstein würden sie jedoch in der Gehaltsgruppe A13 liegen. Ein Lehrer, der an einer staatlichen Sekundarschule in Kiel in den Beruf einsteigt, verdient 3.806 Euro im Monat, in Düsseldorf 3.459 Euro. Die Klassifizierung und damit die Verdienste der Grund- und Sekundarschullehrer sind in jedem Bundesland unterschiedlich. Die Rechtsstellung der Angestellten entspricht dem allgemeinen Arbeitsrecht sowie den Bestimmungen des Tarifvertrags. Ein krisenfester Arbeitsplatz, gutes Gehalt, der Umgang mit jungen Menschen, der Einstieg in sengewert: Es gibt viele Gründe, Lehrer zu werden – und viele Möglichkeiten, den Beruf auszuüben. Das Spektrum reicht von Grundschulen und Sekundarschulbildungen bis hin zu Berufsschulen, Gymnasien und Sonderpädagogischen Zentren. Die Organisation der Einführungszeit für neu qualifizierte Lehrer war ein zentrales Thema der Gemischten Kommission Lehrerbildung der Ständigen Konferenz der Kultusminister.

Gemäß den Empfehlungen der Sachverständigenkommission aus dem Jahr 1999 sollen die Bestimmungen für den Einsatz von jungem Lehrpersonal auf eine schrittweise Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenz abzielen. Darüber hinaus soll ein System zur Unterstützung der Einführungszeit für neu qualifizierte Lehrkräfte eingerichtet werden, das Maßnahmen der fortbestehenden Ausbildung einschließen soll, die besonders auf die Bedürfnisse neu qualifizierter Lehrer abgestimmt sind. In den meisten Bundesländern werden derzeit Konzepte für die Organisation der Einführungsphase entwickelt oder in die Praxis umgesetzt. Bei didaktischen und methodischen Problemen haben insbesondere neu qualifizierte Lehrkräfte die Möglichkeit, Aus- und Weiterbildungspersonal von Lehrerausbildungsinstituten oder Einrichtungen zur berufsärztlichen Lehrerausbildung um Rat zu bitten. Jede dieser Gruppen gliedert sich in Erfahrungsstufen, die in der Regel von eins bis neun reichen: Je mehr Berufserfahrung eine Person hat, desto höher sind ihre Gruppierung und ihr Einkommen. Ein Beispiel: Ein Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen steigt in den ersten zehn Jahren seiner Karriere alle drei Jahre die Gehaltsskala an. Danach steigen sie alle vier Jahre in die nächste Gehaltsstufe auf. Ein Lehrer mit Beamtenstatus kann nur unter außergewöhnlichen Umständen entlassen werden – es sei denn, er oder sie fordert seinen eigenen Rücktritt: Angestellte Lehrer sind nicht an die genannten Vorschriften gebunden; die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen gelten für sie, wenn sie in die Bildungsbehörde eines anderen Bundeslandes wechseln möchten.

Jeder Beamte, der mindestens fünf Jahre gearbeitet hat, hat Anspruch auf eine Rente. Es gibt jedoch keine Mindestdienstpflicht in Fällen, in denen der Lehrer an der Ausübung seiner Aufgaben gehindert wurde, z. B. durch Krankheit. Die Rente wird auf der Grundlage des Grundgehalts, der Familienbeihilfe und der Ruhezulagen berechnet, die der Beamte am Ende seines Dienstes erhalten hat.