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Ärzte in deutschen Kliniken werden hauptsächlich auf der Grundlage eines Tarifvertrags beschäftigt und einer der Lohngruppen Assistenten, Facharzt, Oberarzt oder Oberarzt zugeordnet. Innerhalb dieser Gehaltsgruppen, Ärzte; Gehälter steigen, wenn sie Berufserfahrung sammeln. Ein Facharzt eines kommunalen Krankenhauses verdient bei der Einstellung 5.656,92 Euro brutto im Monat, nach nur drei Jahren steigt dieser Betrag auf 6.131,23 Euro. Gemeinsam mit medizinischem Personal sorgen die Verwaltungsmitarbeiter in den Krankenhäusern für einen reibungslosen Ablauf. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen deutlich unter dem der Ärzte – auch wenn man einem Geschäftsführer den Chefarzt ansteuert: Der durchschnittliche Chefarzt verdient 285.000 Euro brutto im Jahr, während das Top-Management einer Klinik 194.000 Euro verdient. In vielen Krankenhäusern ist es auch üblich geworden, einen Teil des Gehalts der Arbeitnehmer an Leistungs- und Erfolgsfaktoren zu knüpfen. Von Kindern, die in einer bayerischen Grundschule ihr Abc lernen, bis hin zu Abiturienten an einem Bremer Gymnasium hängt das Gehalt und die Karriereaussichten eines Lehrers davon ab, wo und wen sie unterrichten. Es gibt oft drastische Unterschiede zwischen Schultypen und Bundesländern. Ärzte haben einen eigenen Tarifvertrag mit den 34 Universitätskliniken in Deutschland, der höhere Mindestarbeitszeiten vorsieht, aber auch höhere Gehälter für Universitätsärzte vorsieht als Kollegen, die auf der Grundlage des TdL (Bundestarifvertrag) bezahlt werden. Ärzte an Universitätskliniken teilen ihren Arbeitsalltag oft zwischen Patientenbetreuung, Forschung und Lehre auf. Wenn ihre Forschungsarbeit länger als zwölf Monate überwiegt, fallen sie in die TdL-Kategorie. Ärztevertreter prangern diese Situation seit Jahren an, da sie die Motivation der Ärzte zur Forschung verringert.

Die dreigliedrige Abteilung der Arzttätigkeit gibt ihnen mehr Abwechslung und interdisziplinäre Kontakte, aber sie opfern oft ihre Freizeit als Folge. Laut einer Umfrage arbeiten drei Viertel der Ärzte an Universitätskliniken mehr als 48 Stunden pro Woche, davon 23 % mehr als 60 Stunden pro Woche. Sie führen den Akademikergehälteranten an: Das Gehalt eines Medizin- oder Zahnmedizinabsolventen lag 2016 bei 79.538 Euro brutto im Jahr – 40 Prozent über dem Durchschnitt aller Fachärzte und Führungskräfte. Sie sind gleich zu Beginn ihrer Karriere Topverdiener: Ärzte verdienen zu Beginn ihrer Karriere 52.036 Euro – mehr als jeder andere Studiengang. Wie bei den Kliniken sind die Gehälter der Ärzte je nach Fachgebiet breit gefächert. Während der durchschnittliche Chirurg mit 103.000 Euro ein sechsstelliges Bruttojahresgehalt verdient, verdient ein Allgemeinmediziner mit 65.944 Euro fast 40.000 Euro weniger. Obwohl Tarifverträge alle Spezialisten gleich behandeln, führen zusätzliche Bezahlung für Nacht- und Bereitschaftsdienste oder Personalverantwortung zu Gehaltsunterschieden. Für angehende Zahnärzte ist der Trend zur Beschäftigung in einer Praxis seit Jahren erkennbar. Eine Praxis zu gründen oder zu übernehmen, ist für viele keine Option mehr. Das Gehalt eines angestellten Zahnarztes schwankt stark und liegt zwischen 34.500 € und 54.200 € pro Jahr.

Sie nimmt mit zunehmender Erfahrung erheblich zu, wie der Zusatzartikel “Salary dentistry” zeigt. Ihre Arbeit ist in Arztpraxen und Kliniken allgegenwärtig, aber sie sind oft von der Berücksichtigung im beruflichen Bereich der Medizin ausgeschlossen: Medizintechnik. Laut einer Umfrage lag das Jahresgehalt der Ingenieure in der Branche 2016 im Durchschnitt bei 65.292 Euro – 8000 Euro mehr als die allgemeinen Durchschnittsgehälter von Berufs- und Führungskräften. Mit 48.038 Euro liegt das Einkommen zu Beginn seiner Karriere nur knapp unter dem Einstiegsgehalt der Ärzte. Im Bereich der Arbeit sind jedoch Unterschiede festzustellen: Große Unternehmen zahlen besser, Frauen verdienen weniger als Männer und die Gehälter von Medizintechnikern in Deutschland sind im Norden höher als im Süden.